pro aere








Haftung
 
 

Powered by Easy-Site ®

Saurer Wein in neuen Schläuchen

Der Schweizer Wirteverband GastroSuisse bekämpft mit verbissener Beharrlichkeit und wohl gegen besseres Wissen vernünftige Regeln für rauchfreie Räume in der darbenden Schweizer Gastronomie.

GastroSuisse hat am 7. Oktober 2005 in Zürich seine «Kampagne rauchfrei geniessen»
vorgestellt.

Im Folgenden einige wichtige Informationen:

  • Der Schweizer Wirteverband bekämpft seit Jahren verbindliche Regeln für die Luft-Hygiene in den Schweizer Restaurants.
  • Bis vor kurzem hat sich derWirteverband GastroSuisse von der Zigarettenindustrie eine Kampagne bezahlen lassen, die de facto rauchfreie Räume verhindert hat.
  • Die Behauptungen, gesetzliche Regeln zur rauchfreien Gastronomie hätten Umsatzeinbussen zur Folge, sind falsch. Studien und Erfahrungen zeigen es deutlich: In allen Ländern mit verbindlichen Regeln hat die Gastronomie davon profitiert (Italien, Norwegen, Amerika, Australien, Schweden, Irland u.v.m.). Rauchräume, so genannte «Fumoirs», sind jeweils möglich.
  • 67 % der Schweizerinnen und Schweizer meiden mehr oder weniger häufig Restaurants, weil sie nicht von Tabakrauch belästigt und gesundheitlich geschädigt werden wollen – ein Millionenverlust für die Gastronomie. Erhebungen, teilweise auch von der Zigarettenindustrie in Auftrag gegeben, zeigen überwältigende Mehrheiten in der Bevölkerung für gesetzliche Bestimmungen für rauchfreie Gastrobetriebe.
  • Nicht alle kantonalen Wirteverbänden sind mit dem Kurs von GastroSuisse einverstanden: Im Kanton Tessin etwa verlangt GastroTicino nach gesetzlichen Regeln für rauchfreie Räume.
  • Nationalrat Prof. Felix Gutzwiller, Zürich, hat eine parlamentarische Initiative zum Schutz der Bevölkerung und der Wirtschaft vor dem Passivrauchen eingereicht. Die zuständigen Kommissionen von National- und Ständerat haben dem Vorstoss mit einer Dreiviertelmehrheit beziehungsweise einstimmig Folge geleistet.
  • Jeden Tag stirbt in der Schweiz ein Mensch am Passivrauchen, am Tabakrauch anderer, einem Karzinogen der höchsten Klasse 1. Tausende erkranken daran.
  • In einer Erhebung des Arbeitnehmerverbandes der Gastroindustrie waren 78,5% der Befragten für die gesetzliche Regelung einer rauchfreien Gastronomie.
  • Die Forderung von GastroSuisse, der Gastro-Unternehmer müsse selbst entscheiden dürfen, ist verfehlt: Der Wirteverband hat es in den vergangenen Jahren nicht geschafft, Konsumenten und Personal vor dem Passivrauch zu schützen. Kampagnen werden die Luft-Hygiene in den Restaurants nicht verbessern können.
  • Es ist unklar, weshalb GastroSuisse – wohl gegen besseres Wissen – mit Kampagnen und gegen die Interessen der eigenen Mitglieder verbindliche und bewährte Regeln zur Verbesserung der Luft-Hygiene in den Schweizer Gastrobetrieben bekämpft.

zurück